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Literarisches Museum e.V.

(Träger des Reclam-Museums in Leipzig)

Veranstaltungen

 

 

Copyright: Professor Joachim Dimanski (Halle / Saale)


 

Veranstaltungen während der Leipziger Buchmesse 2019
"Leipzig liest"

 

 

Donnerstag, 21. März 2019, 20 Uhr


Buchpräsentation: Jan Skudlarek

„Die ganze Wahrheit und andere Lügen. Wie wir erkennen, was echt und wirklich ist“


 „2 x 3 macht 4, Widdewiddewitt, und Drei macht Neune" – Pippi Langstrumpfs amüsante Verkehrung der Welt macht heutzutage Schule – in der großen Politik, in der öffentlichen Diskussion, in den sozialen Medien. Jan Skudlarek diskutiert anhand illustrierender Beispiele die damit verbundenen Bedrohungen und Probleme. Er liefert eine dringend notwendige Orientierungshilfe und Anleitung zum Selber-Denken, um sich in dem Minenfeld aus Fake News, False Flags, Verschwörungstheorien und vergiftendem Zweifel zu behaupten. Denn immer mehr Menschen pflegen ihre eigene, private Wahrheit. Und man kann zwar seine eigene Meinung haben, aber nicht seine eigenen Fakten. Eine funktionierende Gemeinschaft braucht den Glauben an die Möglichkeit, zusammen im Austausch Wahrheit zu erkennen. Und, hält Skudlarek fest, sie braucht Zivilcourage: Die Wahrheit zu lieben bedeutet, Unwahrheiten zu widersprechen. Jan Skudlarek, geb. 1986, ist promovierter Philosoph und lebt in Berlin. Er wurde als Lyriker bekannt, aber auch durch sein Buch „Der Aufstieg des Mittelfingers. Warum die Beleidigung heute zum guten Ton gehört" (2017).

Das Sachbuch erscheint am 22. März 2019 bei Reclam, auch als E-Book.


© Reclam Verlag

Der Eintritt ist frei.

Zeit: 20.00 Uhr; Einlass ab 19.30 Uhr

Ort: Reclam-Museum, Kreuzstr. 12, 04103 Leipzig

Leider ist das Reclam-Museum nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Reclam Verlag und Reclam-Museum

Ansprechpartnerin: Frau Lena Christine Wolf (Reclam Verlag)

Telefon: 07156 163-151; E-Mail: l.wolf@reclam.de




Freitag, 22. März 2019, 18.00 Uhr


Lesung und Diskussion: Matthias Heine

„Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht“


„Asozial“, „Bombenwetter“, „entartet“ oder „Volk“ – nicht wenige deutsche Begriffe sind im öffentlichen Sprachgebrauch verpönt, weil sie mit der ideologisch und propagandistisch aufgeladenen Rhetorik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden. Trotzdem tauchen sie gelegentlich in unserer Alltagssprache auf. Spätestens aber seit in der aufgeheizten politischen Debatte verstärkt sprachliche Grenzen ausgereizt und Tabus gebrochen werden, stellt sich wieder die Frage, welche Wörter man benutzen darf, ohne an die NS-Ideologie anzuknüpfen. Der WELT-Journalist, Historiker und Linguist Matthias Heine setzt sich in „Verbrannte Wörter“ deshalb mit der Sprache der Nazis auseinander und geht dazu konkret auf etwa 80 Begriffe näher ein. Manche, etwa „Eintopf“, dürften dabei überraschen. Umgekehrt zeigt sich, dass nicht alles in die Nazi-Schublade gehört, was wir dort erwartet  hätten. Informativ und anschaulich bietet Heines Buch wertvolle Orientierung auf einem heiklen Terrain. Das Buch erscheint am 18. März 2019 im Dudenverlag.

Matthias Heine, 1961 geboren, arbeitet als Journalist in Berlin. Von 1992 an hat er u. a. für „DIE WELT“, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, „taz“, „Cicero“, „Neon“ und „Theater heute“ geschrieben und Radiobeiträge für den NDR und den SFB/RBB produziert. Seit 2010 ist er Kulturredakteur der „WELT“. Zuletzt erschienen von ihm: „Seit wann hat geil nichts mehr mit Sex zu tun?“ (2016) und „Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland. Wie der Erste Weltkrieg die deutsche Sprache für immer veränderte“ (2018).


Umschlaggestaltung: Schimmelpenninck.Gestaltung, Berlin Autorfoto: © Barbara Dietl

Der Eintritt ist frei.

Zeit: 18:00 Uhr; Einlass ab 17.30 Uhr

Ort: Reclam-Museum, Kreuzstr. 12, 04103 Leipzig

Leider ist das Reclam-Museum nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Dudenverlag und Reclam-Museum

Ansprechpartnerin: Frau Katja Oechel (Dudenverlag)

Telefon: 030-89785 8274; E-Mail: katja.oechel@duden.de



Sonnabend, 23. März 2019, 16.00 Uhr


Lesung und Diskussion: Christian Bommarius

Die neue Zensur. Wie wir selbst unsere Meinungsfreiheit bedrohen


Zensur war von jeher ein beliebtes Herrschaftsinstrument. Und schon immer waren Menschen geneigt, andere, deren Reden und Schreiben ihnen nicht gefiel, mundtot zu machen. Seit 1949 garantiert in Deutschland das Grundgesetz Meinungsfreiheit und verbietet die Zensur. Im Internet, insbesondere in den sozialen Medien, sieht der Autor und Journalist (Süddeutsche Zeitung) Christian Bommarius dieses Kernelement unserer Demokratie heute jedoch massiv gefährdet. Einerseits wird von Google, Facebook und Co. unentwegt und oft ohne Transparenz gefiltert, sortiert, gelöscht und gesperrt – das ist Zensur, nur nennt es der Gesetzgeber bisher nicht so. Andererseits treten immer mehr Nutzer selbst das Recht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen: Sie verwandeln das Netz in eine Kloake von Rufmord, Beleidigung und Einschüchterung, mit dem Ziel, andere zum Schweigen zu bringen. In seinem streitbaren Buch „Die neue Zensur“ fordert Bommarius, endlich auch in der digitalen Welt die Standards einer offenen demokratischen Gesellschaft zu garantieren und einzuhalten. Das Buch erscheint am 18. März 2019 im Dudenverlag.

Christian Bommarius, Jahrgang 1958, studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Nach journalistischen Stationen, etwa als Korrespondent beim Bundesverfassungsgericht, war er von 1998 bis 2017 Redakteur der Berliner Zeitung. Seit 2018 ist er Kolumnist der Süddeutschen Zeitung. 2008 erhielt Bommarius den Otto-Brenner-Preis als Gesamtwürdigung seiner journalistischen Arbeit; für sein publizistisches Werk wurde ihm 2018 der Heinrich-Mann-Preis verliehen. Zu seinen Büchern zählen u. a. „Das Grundgesetz. Eine Biographie“ (2009) und „1949. Das lange deutsche Jahr“ (2018).


Umschlaggestaltung: Schimmelpenninck.Gestaltung, Berlin Autorfoto: © Milena Schlösser

Der Eintritt ist frei.

Zeit: 16:00 Uhr; Einlass ab 15.30 Uhr

Ort: Reclam-Museum, Kreuzstr. 12, 04103 Leipzig

Leider ist das Reclam-Museum nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Dudenverlag und Reclam-Museum

Ansprechpartnerin: Frau Katja Oechel (Dudenverlag)

Telefon: 030-89785 8274; E-Mail: katja.oechel@duden.de



Sonnabend, 23. März 2019, 19.00 Uhr


Lesung: Guntram Vesper

Der Autor liest aus seinem Prosawerk und aus seinen Gedichten


Der in Göttingen lebende Schriftsteller Guntram Vesper (geboren 1941 in Frohburg) liest aus seinem opus magnum, dem Roman „Frohburg“, für den er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Erich-Loest-Preis ausgezeichnet wurde, außerdem aus seinem Prosa-Band „Nördlich der Liebe und südlich des Hasses“ und aus seinem lyrischen Werk „Tieflandsbucht“. Die Bücher erschienen bei Schöffling & Co., Frankfurt am Main. Im Anschluss an die Lesung können dem Autor Fragen gestellt werden.


© Bogenberger/autorenfotos.com (Heike Bogenberger)


Eintritt: 5,00 Euro

Zeit: 19:00 Uhr; Einlass ab 18.30 Uhr

Ort: Reclam-Museum, Kreuzstr. 12, 04103 Leipzig

Leider ist das Reclam-Museum nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Reclam-Museum