Literarisches Museum e.V.

Gemeinnütziger Verein zur Pflege von Reclams Erbe

 

Unser Verein erhält eine Heimstatt

Ab Mai 2018 wird unser Verein nach dann sechs Jahren ohne Domizil wieder eine Heimstatt bekommen, und zwar gegenüber vom Reclam-Carrée zu Leipzig! Dies haben wir der gemeinnützigen Schulgesellschaft Rahn Education zu verdanken. Nähere Informationen und Fotos finden Sie dazu hier.

 

 

Copyright: Verlag Philipp Reclam jun. Stuttgart

Logo des Reclam-Verlags zum Jubiläum 2017

 

 

Reclams Universal-Bibliothek von 1867 bis heute

 

Collage aus verschiedenen Titeln mit unterschiedlichen Umschlag-Gestaltungen der "Universal-Bibliothek" von 1867 bis zur Gegenwart, Collage: Marko Kuhn (2017)

 

 

Vom Verlag des Literarischen Museums zum Verlag Philipp Reclam jun.

Das Titelblatt dieser Sondernummer der Zeitschrift "Reclams Universum", die am 21. März 1929 zum 1. "Tag des Buches" erschien, zeigt das von George Werner errichtete Gebäude des Literarischen Museums in der damaligen Grimmaischen Gasse 4 (heute: Grimmaische Straße) zu Leipzig, etwa um das Jahr 1830.

Johann Gottlob [so im Leipziger Adreßkalender von 1790, S. 95; in anderen Quellen: Gottlieb] Beygang (1755-1823) hatte das Literarische Museum 1795 in der Petersstraße 33 (Hohmanns Hof) gegründet. Die letzte Adresse unter seiner Leitung war ab 1819 das Gewandgäßchen 621. So lautet auch der letzte Eintrag im Leipziger Adreßkalender von 1820, bevor in dessen Ausgabe für 1828, nunmehr in der Grimmaischen Gasse 4, ein Herr Pomsel als neuer Besitzer genannt wird. Die genannten Gebäude existieren nicht mehr.

Von Pomsel erwarb Anton Philipp Reclam (1807-1896) das Literarische Museum am 1. April 1828. Zunächst handelte es sich um eine Leihbibliothek und um ein Journalistikum, in dem man in- und ausländische Zeitungen und Zeitschriften lesen konnte.

Am 1. Oktober 1828 gründete Reclam dort den "Verlag des Literarischen Museums". 1836 wird als dessen Adresse im Leipziger Adreßbuch erstmals die Petersstraße 75 angegeben. 

Am 1. Juli 1837 verkaufte Reclam die Leihbibliothek des Literarischen Museums an Albert Schiller und Adolph Robitzsch. (Das Verkaufsdokument finden Sie auf der Homepage des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. Klicken Sie dazu bitte hier.)

Seinen Verlag führte Reclam ab diesem Zeitpunkt zunächst an derselben Adresse - Petersstraße 75 (lt. Leipziger Adreßbuch von 1838) - unter dem Namen "Verlag Philipp Reclam jun." fort. Auch dieses Gebäude existiert nicht mehr.

 

Fotografie: Hans-Jochen Marquardt (2016)

 

Das schmale Gebäude des Literarischen Museums - der Gründungsort des Verlags - befand sich in Höhe des Naschmarkts und links neben dem Gebäude, das zu Auerbachs Hof bzw. zu Auerbachs Keller führte. Heute ist die Stelle rechts neben dem "Zeitgeschichtlichen Forum" zu lokalisieren. Siehe dazu auch hier.

1867 gründete Anton Philipp Reclam die weltberühmte Universal-Bibliothek, die älteste noch existierende deutschsprachige Taschenbuchreihe. Von 1867 bis 1990 erschien sie in Leipzig, und von 1945 bis heute erschien bzw. erscheint sie in Stuttgart bzw. in Ditzingen bei Stuttgart.

 

Quelle: arte: Karambolage 424 vom 18. März 2017, Der Gegenstand: Das Reclamheft. Grafik von Luise Fiedler

Diese Grafik von Luise Fiedler gehört zu der arte-Sendung "Karambolage" Nr. 424 vom 18. März 2017. Der Gegenstand: "Das Reclamheft". Zu dem sehr sehenswerten, dreiminütigen Trickfilm (Text: Jeanette Konrad) zur Geschichte der Universal-Bibliothek gelangen Sie hier.

 

Collage: Hans-Jochen Marquardt (2017)

ReReRe - Reclams Reklame-Repertoire

Siehe dazu auch hier

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